Einführung in die mittelalterliche Musik

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Mit zahlreichen Notenbeispielen

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ISBN: 978-3-927240-13-1 Artikelnummer: EMA Kategorie:

Beschreibung

Ziel der vorliegenden Arbeit der beiden mit der Materie bestens vertrauten Autoren ist es, dem Musiker, der sich der mittelalterlichen Musik nähern will, einen Überblick über das Thema zu geben und eine umfangreiche Sammlung gut spielbarer Notenbeispiele unterschiedlicher Art und Herkunft anzubieten.

Das Buch vermittelt in verständlicher, gut lesbarer und doch komprimierter Form grundlegende Kenntnisse der mittelalterlichen Musik mitsamt ihrem historischen Umfeld. Dabei kann es auch als Nachschlagewerk für Fragen zur Musik dieser Epoche dienen. Der nachstehenden Auszug aus dem Inhalt bietet einen Überblick über die Hauptthemen.

Monophone Musik: Gregorianischer Gesang, Tonarten, Kirchentonarten, Komponisten, Interpreten und Stilrichtungen Polyphone Musik: Die Anfänge der abendländischen Mehrstimmigkeit, Das frühe Organum, Das klassische Organum, Die Schule Notre-Dame, Ars Antiqua – Die Mensuralnotation, Ars Nova – Trecento – franz. und ital. Notation, Ars Subtilior Der arabische Einfluss Historische Aufführungspraxis Repertoireliste: Hildegard von Bingen, Carmina Burana, Orient und Okzident, Marienlieder, Die Entwicklung der Instrumentalmusik, Guillaume Dufay, Metamorphosen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,510 kg
ISBN-13 978-3-927240-13-1
GTIN 9783927240131
Seiten 128
Format A4
Produktform Softcover
Zolltarifnummer 49019900
Herstellungsland DE

Vorwort

Mit großer Freude schreibe ich dieses Vorwort.

Diese Einführung in die mittelalterliche Musik war seit langer Zeit fällig. Endlich ein Buch von wissenden Praktikern.

Keine Kunst, und schon gar nich ihre aufführungspraktischen Aspekte, kann von praxisfernen, ja oft sogar praxisfeindlichen Nur-Theoretikern voll erfaßt werden.

Endlich ein Buch über mittelalterliche Musik von Menschen, die mit dieser Musik seit Jahren intensiven praktischen Umgang haben, die das Historische, Theoretische dabei nie außer acht lassen, es aber auch nie mehr als nötig und erhellend einsetzen.

Kunst war nie eine Sache der puren Theorie. Alles Tun aber ist mit Risiko verbunden, mit Abenteuer in gewissem Sinn. Und eines der schönsten und lohnendsten Abenteuer heute ist sicher der praktische Umgang mit mittelalterlicher Musik. Die Auseinandersetzung damit macht uns nicht nur mit zeitlosen Meisterwerken bekannt, die oft zum Größten gehören, was die Menschheit hervorgebracht hat, sondern zwingt uns auch, Musik gegenüber eine freiere und offenere Haltung einzunehmen. Statt der psychisch so starren Eintönigkeit geistiger Patentlösungen das Offenbleiben für eine Vielfalt von guten, brauchbaren Möglichkeiten. Die Zeit-Kunst Musik, fließend und wandelbar in ihrer Praxis.

All dies zu vermitteln ist den beiden Autoren ausgezeichnet gelungen.

Daher begleite ich mit allen guten Wünschen diese sachkundige Einführung in die Musik des Mittelalters.

Wien, 5. Jänner 1999
Prof. Dr. René Clemencic

Inhalt

  1. Monophone Musik
    • Gregorianischer Choral
    • Modi – Kirchentonarten
    • Komponisten, Interpreten und Stilrichtungen
      • Eine kurze Übersicht
      • Spielmann und Menestrel
      • Die Zeit der Troubadours, der Trouvères und der Minnesänger
        • Die Troubadours (Trobadors und Trobairitz)
        • Die Trouvères
        • Minnesänger
    • Nachwort
  2. Polyphone Musik
    • Die Anfänge der abendländischen Mehrstimmigkeit
    • Das frühe Organum
    • Das klassische Organum
    • Die Schule von Notre-Dame
      • Modalrhythmik
      • Leonin und Perotin
        • Leonin
        • Perotin
    • Der Conductus
    • Die Motette
      • Entwicklung der Motette
      • Partiturordnung und Stimmenordnung der Motette
    • Ars Antiqua – Die frankonische Notation oder Mensuralnotation
      • Franco von Köln
      • Johannes de Grocheo
      • Roman de Fauvel
    • Ars Nova – Trecento – französische und italienische Notation
      • Die Ars Nova in Frankreich
        • Phillippe de Vitry
        • Die Motette
        • Die Ballade
        • Das Virelais
        • Das Rondeau
        • Die Cache
    • Das italienische Trecento
      • Das Madrigal
      • Die Caccia
      • Die Ballata
    • Die Ars Subtilior
    • Die Polyphonie in England
  3. Der arabische Einfluß und seine Auswirkungen
    • Der arabische Einfluß und seine Auswirkungen
  4. Historische Aufführungspraxis
    • Praktische Ratschläge
    • Gedanken zum Thema “Historische Aufführungspraxis”
  5. Repertoireliste mit (musik-)historischen Hintergrundinformationen
    • Hildegard von Bingen
    • Carmina Burana
    • Orient und Okzident: Reisen im Mittelalter
    • Marienlieder aus Spanien und Frankreich
      • La Morenica (die schwarze Jungfrau)
      • Cantigas de Santa Maria – Alfonso X “el Sabio”
    • Die Entwicklung eigenständiger Instrumentalmusik im Mittelalter
      • Das London Manuskript, Brit. Lib. Add. 29987
      • Codex Faenza, BC 117
      • Fundamendum Organisandi
      • Nachwort
    • Zur Entwicklung von Komponistenpersönlichkeiten
      • Guillaume Dufay und seine weltlichen Werke
    • Metamorphosen in der Musik des Mittelalters
  6. Notenbeispiele
    • Notenbeispiele
  7. Instrumentenverzeichnis, Instrumentenbauer und -händler
    • Instrumentenverzeichnis
    • Instrumentenbauer und -händler
  8. Bibliographie und Sekundärliteratur
    • Bibliographie und Sekundärliteratur
  9.  Stichwortverzeichnis

Autor:innen

Marco Ambrosini

(Forlì, Italien): Studium der Violine, Musiktheorie und  Komposition. Mitbegründer des internationalen Ensembles für Frühe Musik “Oni Wytars” und des “Katharco Early Music Consort”, Solist bei mehreren Ensembles für Alte und für Zeitgenössische Musik, Dozent und Komponist.

Michael Posch

(Klagenfurt, Österreich): Studium der Blockflöte, musikalischer Leiter des Ensembles “Unicorn”, weltweite Konzerttätigkeit. Dozent und Leiter der Abteilung für Alte Musik am Konservatorium der Stadt Wien.