Die vier Jahreszeiten – L’Autunno / Der Herbst – Band 3

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Arrangement für 4 Dudey oder Hümmelchen, Viola & Basso Continuo

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ISBN: 978-3-943060-11-9 Artikelnummer: QS3 Kategorie: Schlagwörter: , ,

Beschreibung

L’Autunno, der Herbst, ist das dritte Konzert aus Antonio Vivaldis berühmtem Zyklus “Die vier Jahreszeiten”. Diese Sammlung gilt als eines der bedeutendsten Werke der Barockmusik und hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. In unserer Veröffentlichung “Die vier Jahreszeiten – L’Autunno / Der Herbst – Band 3” für den Brensbacher Tanz- und Instrumentalkurs 2014 präsentieren wir Dir eine frische und lebendige Bearbeitung dieses Meisterwerks von Eva-Maria Rusche und Marco Ambrosini.

Die Verbindung zur Natur

Schon bei der Komposition des Frühlingskonzerts, dem ersten der Vier Jahreszeiten, ließ Vivaldi den Klang von Dudelsäcken in seine Musik einfließen. Die Darstellung ländlicher Szenen und der unberührten Natur, die in der Zeit des 18. Jahrhunderts bei zunehmender Zivilisierung eine große Rolle spielte, findet sich in allen vier Konzerten wieder. Diese Werke spiegeln nicht nur die Schönheit der Natur wider, sondern auch die menschliche Seele und ihre vielfältigen Zustände. Vivaldi, der in Italien eine Vorreiterrolle in der programmatischen Musik innehatte, nutzte die Musik als Mittel, um Geschichten zu erzählen und Emotionen zu vermitteln.

Eine Quelle der Inspiration: Marco Ricci

Die Idee zu den Jahreszeiten könnte Vivaldi unter anderem durch die Bekanntschaft mit dem venezianischen Maler Marco Ricci erhalten haben, der für seine Landschaftsbilder und Bühnenbilder bekannt war. Diese künstlerische Verbindung zwischen Musik und Malerei zeigt, wie tief die Natur und ihre Darstellung in der Kultur des Barock verwurzelt waren.

Die Herausforderung der Bearbeitung

Die Bearbeitung von “Die vier Jahreszeiten – L’Autunno / Der Herbst – Band 3” für Dudelsäcke (Hümmelchen bzw. Dudey in C/F-Stimmung), Viola und Basso Continuo stellte eine besondere Herausforderung dar. Aufgrund des beschränkten Tonumfangs der Sackpfeifen mussten einige Passagen aus spieltechnischen und harmonischen Gründen angepasst oder weggelassen werden. Trotz dieser Anpassungen haben die Bearbeiter es geschafft, die charakteristische Struktur und den emotionalen Gehalt des Werkes beizubehalten.

Vielseitigkeit in der Instrumentierung

Die Viola-Stimme kann flexibel mit einer Viola da Gamba, einer Bratsche oder einer vierreihigen Schlüsselfidel (Nyckelharpa) besetzt werden. Für die Continuo-Stimme eignen sich idealerweise ein Cembalo oder ein anderes adäquates Instrument, wodurch dem Ensemble noch mehr klangliche Tiefe verliehen wird.

Inhaltliche Vielfalt und praktische Hinweise

Neben einer einleitenden Erläuterung enthält das Heft alles, was Du für eine Aufführung benötigst: die Partitur, Einzelstimmen für jedes Instrument und wertvolle Informationen über die verwendeten Sackpfeifen. Damit bist Du bestens ausgerüstet, um dieses einzigartige Arrangement von “L’Autunno” zum Leben zu erwecken.

Über Dudey & Hümmelchen

Diese Veröffentlichung bietet nicht nur eine neue musikalische Interpretation, sondern auch die Gelegenheit, mehr über die faszinierende Welt der Dudelsäcke, insbesondere das Hümmelchen und den Dudey, zu erfahren. Diese traditionellen Instrumente bringen einen ganz eigenen Charme in die Musik ein und verleihen Vivaldis Herbst eine ganz besondere Note.

Mit dieser Ausgabe von “Die vier Jahreszeiten – L’Autunno / Der Herbst – Band 3” laden wir Dich ein, Vivaldis Meisterwerk aus einer neuen Perspektive zu erleben. Die kreative Bearbeitung für Dudelsäcke und die zusätzliche Viola- sowie Basso Continuo-Stimme eröffnen neue klangliche Dimensionen und machen dieses Arrangement zu einem Muss für jeden Liebhaber der Barockmusik und traditioneller Blasinstrumente.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,170 kg
ISBN-13 978-3-943060-11-9
GTIN 9783943060119
Seiten 32
Format A4
Produktform Buch
Produktsprache Deutsch

Vorwort

“Der Frühlingist angekommen!(…) Zum feierlichen Klang des Dudelsacks tanzen Nymphen und der Hirt unter dem Himmelszelt zum glanzvollen Erscheinen des Frühlings.”
(Die vier Jahreszeiten, Amsterdam 1725)

Schon im ersten Konzert der vier Jahreszeiten denkt Vivaldi beim Komponieren ganz offensichtlich an den Klang von Dudelsäcken.

Die Darstellung von ländlichen Szenen und unberührter Natur erfreute sich in Zeiten zunehmender Zivilisierung im 18. Jahrhundert großer Beliebtheit. So sind besonders die vier Jahreszeiten ein häufig wiederkehrendes Thema in Gartenarchitektur, bildender und darstellender Kunst, Dichtung und Musik. Nach der barocken Affektenlehre und dem Prinzip der „imitatio naturae“ spiegelt sich in den wechselvollen Erscheinungsformen der Natur gleichzeitig die menschliche Seele mit all ihren Gemütszuständen wider.

Von dieser Idee ist auch Vivaldi in seinem musikalischen Schaffen durchdrungen, wobei er innerhalb Italiens mit seinen programmatischen Tendenzen eine Vorreiterrolle einnimmt. Ab den 1710er Jahren scheint er sich zunehmend für die Operzu interessieren, und auch seine instrumentalen Werke zeigen immer mehr außermusikalische Bezüge. Il Cimento dell´Armonia e dell´Inventione („Wettstreitzwischen Harmonie und Erfindungsgeist“) – so nennt er sein op. 8, eine Sammlung von Konzerten, von denen gleich mehrere einen programmatischen Titel tragen und die ersten vier mit Abstand die berühmtesten sind. Die konkrete Inspiration zu dem Thema der Jahreszeiten verdankt Vivaldi wohl u.a. vier gleichnamigen Bildern seines venezianischen Bekannten Marco Ricci (1676-1730), ein Maler von Landschaftsszenerien und Bühnenbildern.

Dass sich die vier Konzerte schon zu Vivaldis Lebzeiten so schnell verbreiteten, liegt sicher auch daran, dass das op. 8 im Jahre 1725 in Amsterdam beim Verlagshaus Roger/Le Cène als Druck erschienen ist, bald gefolgt von mehreren weiteren Drucken in Paris. Die vier Jahreszeiten zeichnen sich im Unterschied zu den anderen Konzerten auch noch dadurch aus, dass ihnen vier Sonette zugeordnet sind, die Vivaldi vermutlich während oder sogar nach der Komposition der Musik selbst geschrieben hat.

[…]

Inhalt

  1. Vorwort
  2. Aufführungspraktische Hinweise
  3. Partitur
  4. Dudey / Hümmelchen 1
  5. Dudey / Hümmelchen 2
  6. Dudey / Hümmelchen 3
  7. Dudey / Hümmelchen 4
  8. Vita von Antonio Vivaldi
  9. Viola
  10. Organo o Cembalo
  11. Über Dudey & Hümmelchen

Autor:innen

Marco Ambrosini

Marco Ambrosini, geboren 1964 in Forlì, Italien, ist ein herausragender Musiker, Komponist und Arrangeur, der seine musikalische Reise in der Welt der klassischen Musik begann. Er studierte Violine und Komposition und spielte in verschiedenen Orchestern und Ensembles, bevor er eine faszinierende Wendung in seiner Karriere erlebte.

Seine Leidenschaft führte ihn zur Nyckelharpa, einer fast vergessenen, aber faszinierenden Schlüsselfidel. Dieses Instrument, das eine Art Geige mit Tasten ist, begeisterte Marco, und er wurde einer der ersten, der die Nyckelharpa außerhalb Skandinaviens einsetzte, nicht nur in der schwedischen Volksmusik, sondern auch in der Alten und Zeitgenössischen Musik.

Ambrosini ist bekannt für seine künstlerische Vielfalt. Er hat mit renommierten Ensembles wie L’Arpeggiata, Oni Wytars und Supersonus zusammengearbeitet und die Bühnen weltweit erobert. Sein Talent erstreckt sich auch auf den Jazzbereich, wo er mit Künstlern wie Michael Riessler und Jean-Louis Matinier zusammengespielt hat.

Mit über 160 aufgenommenen CDs, veröffentlicht von angesehenen Labels wie Sony Classical, Deutsche Harmonia Mundi und ECM, hat Marco Ambrosini seinen Einfluss in der Musikwelt fest etabliert.

Darüber hinaus teilt Marco seine Leidenschaft und sein Wissen, indem er an verschiedenen Hochschulen in Europa unterrichtet. Er hat auch Bildungsinitiativen wie die Europäische Nyckelharpa-Fortbildung ins Leben gerufen und ist als künstlerischer Leiter der Summer Master Classes für Alte Musik tätig.

Marco Ambrosini ist ein Musiker von Weltklasse und ein Meister seines Handwerks. Seine Musik inspiriert und bereichert die Welt der traditionellen Musik, und sein Wirken erstreckt sich über Grenzen und Zeitalter hinweg.

Eva-Maria Rusche

Eva-Maria Rusche, geboren in Tübingen, Deutschland, ist eine außergewöhnliche Künstlerin, deren Lebensweg von der Faszination für das Klavierspiel geprägt ist. Schon im zarten Alter von 5 Jahren begann sie, das Klavierspiel zu erlernen und setzte diese Leidenschaft mit Hingabe und Ehrgeiz fort. Ihre musikalische Reise führte sie von Tübingen in die weite Welt der Tasteninstrumente.

Ihre musikalische Ausbildung umfasste das Klavier, die Orgel und historische Tasteninstrumente, die sie an renommierten Musikakademien in Lübeck, Wien und Stuttgart studierte. Ihre Lehrer, darunter Professoren wie Jürgen Essl, Arvid Gast, Michael Radulescu, Franz Danksagmüller und Jon Laukvik, trugen maßgeblich dazu bei, dass sie zu einer Meisterin der Tasteninstrumente wurde. Doch auch Meisterkurse und internationale Workshops prägten ihren künstlerischen Werdegang und verliehen ihrer Musik eine tiefe und vielfältige Dimension.

Eva-Maria Rusche ist nicht nur eine virtuose Pianistin, sondern auch eine leidenschaftliche Organistin und Cembalistin. Ihre musikalische Reise führt sie regelmäßig durch ganz Europa, wo sie sowohl als Solistin als auch als Kammermusikpartnerin mit internationalen Ensembles auftritt. Ob am Cembalo, Klavier, der Orgel oder dem Tafelklavier – ihre Musikalität und ihre technische Brillanz begeistern ihr Publikum.

Darüber hinaus ist Eva-Maria Rusche eine engagierte Musikpädagogin. Schon während ihres Studiums unterrichtete sie Cembalo an der Musikhochschule Stuttgart und gab ihr Wissen und ihre Leidenschaft für die Tasteninstrumente an die nächste Generation weiter. In Konstanz hat sie sich in den Bereichen Klavier, Orgel und Cembalo etabliert und inspiriert seit 2009 Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Klavier, Theorie, Improvisation, Ensemble- und Bandspiel.

Ihre musikalische Vielseitigkeit spiegelt sich in ihrer Zusammenarbeit mit verschiedenen Ensembles wider, darunter Ensemble Supersonus, Ensemble Oni Wytars, Ensemble Metamorphonica, Quatuor Ardeo und viele mehr. Ihre künstlerische Palette erstreckt sich von barocker Musik bis zur zeitgenössischen Interpretation. Als Continuo-Spielerin und Kammermusikerin ist sie gefragt und bereichert die Bühne mit ihrer Virtuosität.

Eva-Maria Rusche ist nicht nur eine begabte Musikerin, sondern auch eine Forscherin und Wissenschaftlerin. Ihre Studien umfassen die Untersuchung einer im Jahr 1700 erbauten Orgel sowie die Erforschung von Emotionen in der Frühen Neuzeit. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten sind ein weiterer Beleg für ihre tiefe Verbindung zur Musik und ihre intellektuelle Neugier.

Als Co-Autorin von Musikeditionen und als Mitwirkende an Forschungsprojekten wie “Nordhessische Orgellandschaft” hat Eva-Maria Rusche die musikalische Welt mit ihrem Wissen und ihrem Können bereichert. Ihre CDs, darunter “Resonances” mit Ensemble Supersonus und “Alfedans” mit Marco Ambrosini, sind Zeugnisse ihrer künstlerischen Exzellenz.