Cantus et Tibia – Band 1

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Lieder mit Begleitung zusammengetragen von Hermann Rieth

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ISBN: 978-3-943060-16-4 Artikelnummer: CT1 Kategorie: Schlagwörter: , , , ,

Beschreibung

Die vorgelegte Sammlung “Cantus et Tibia – Band 1” ist beim Musizieren entstanden. Beginnend mit dem hohen Mittelalter folgen Lieder bis hin zur Blütezeit unserer Dudelsäcke. Die Mehrstimmigkeit stammt teilweise aus der Entstehungsphase der Lieder. Oft aber wurde zu einer Melodie beim Singen und Spielen eine eigene Begleitung entwickelt. Immer ist die Instrumentalstimme von Ambitus, Tonart und Chromatik her so gehalten, dass sie mit Hümmelchen und Dudey ausgeführt werden kann, also auch mit Gemshorn oder Cornamuse. Bei jedem Lied steht oben links der geeignete Bordunton.

CANTUS ET TIBIA, Gesang und Flötenspiel – unter diesem Motto steht die neu erschienene, auf zwei Teile angelegte Zusammenstellung von Liedern von Hermann Rieth. Dabei meint tibia nicht nur Flöte sondern eher Blasinstrument. Der erste Teil führt vom hohen Mittelalter bis zur Renaissance, der zweite weiter bis in unsere Zeit.

Historische Quellen und Inspiration in “Cantus et Tibia – Band 1”

Am Anfang stehen in “Cantus et Tibia – Band 1” drei Lieder aus der Carmina Burana (CB). Zu dieser Handschrift ist das Buch gleichen Titels von René Clementchik eine fundierte und leicht zugängliche Quelle. Text und Melodie von Neidharts „Meie, din“ finden sich bei: E. Weißner und  H. Fischer; Die Lieder Neidharts; Tübingen, 1984. Für die Lieder des Oswald von Wolkenstein sei auf Veröffentlichungen von Anton Schwob, Dieter Kühn, Klaus J. Schönmetzler und Marc Lewon hingewiesen.

Flexibilität in der Umsetzung

Selbstverständlich können diese Begleitstimmen in “Cantus et Tibia – Band 1” auch von Blockflöte, Geige oder einem anderen Melodieinstrument übernommen werden. Und – entsprechend alter Tradition – mögen sich die Musiker frei fühlen mit dem Material umzugehen. Melodien können in “Cantus et Tibia – Band 1” gespielt und Begleitstimmen gesungen werden. Rein instrumentale Versionen sind genau so denkbar wie Acapellavortrag. Vorher notierte oder improvisierte Vor- und Zwischenspiele können bereichernd sein.

Die Vielseitigkeit von Hümmelchen und Dudey

Hümmelchen und Dudey sind vielseitig einzusetzende Instrumente: Solistisch, im Duett oder im leisen Ensemble mit Flöten, Geigen, Harfe, Cornamuse, Gemshorn. Einen besonderen Reiz hat der Bordun getragene Klang der kleinen Sackpfeifen bei der Begleitung von Gesang. Sowohl von der Klangfarbe als auch von der Lautstärke passt das Instrument gut zur menschlichen Stimme. Die fehlenden dynamischen Möglichkeiten der Sackpfeife fordern dem Sänger eine andere Stimmführung ab und verleihen den Liedern einen besonderen Charakter.

Hümmelchen und Dudey, wie Michael Praetorius sie 1619 beschreibt, sind Instrumente der ausgehenden Renaissance und des frühen Barock. Sicher wurden sie auch vorher und eine Weile danach gespielt. Aus unserer heutigen Sicht ist es interessant zu erleben wie der leise Sackpfeifenklang, von kräftigem Bordun gestützt, zu Musik passt, die aus Zeiten stammt, in denen diese Instrumente noch nicht bekannt waren oder nicht mehr gespielt wurden.

“Cantus et Tibia – Band 1” von Hermann Rieth ist eine faszinierende musikalische Zeitreise, die das hohe Mittelalter bis zur Renaissance umspannt. Diese Sammlung bereichert das Repertoire von Hümmelchen, Dudey und anderen Blasinstrumenten mit Liedern, die sowohl instrumental als auch gesanglich interpretiert werden können. Rieths Werk ermutigt zur kreativen Auseinandersetzung mit historischen Melodien und bietet eine Brücke zwischen vergangener Musikkultur und heutigen Musikern. Mit “Cantus et Tibia” wird die reiche Tradition der Mehrstimmigkeit lebendig und zugänglich, was es zu einem unverzichtbaren Werk für Liebhaber historischer Musik macht.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,211 kg
ISBN-13 978-3-943060-16-4
GTIN 9783943060164
Seiten ca 40
Format A4
Produktform Buch
Zolltarifnummer 49019900

Vorwort

CANTUS ET TIBIA, Gesang und Flötenspiel – unter diesem Motto steht die auf zwei Teile angelegte Zusammenstellung von Liedern. Dabei meint tibia nicht nur Flöte sondern eher Blasinstrument. Der erste Teil führt vom hohen Mittelalter bis zur Renaissance, der zweite weiter bis in unsere Zeit.

Hümmelchen und Dudey sind vielseitig einzusetzende Instrumente: Solistisch, im Duett oder im leisen Ensemble mit Flöten, Geigen, Harfe, Cornamuse, Gemshorn. Einen besonderen Reiz hat der Bordun getragene Klang der kleinen Sackpfeifen bei der Begleitung von Gesang. Sowohl von der Klangfarbe als auch von der Lautstärke paßt das Instrument gut zur menschlichen Stimme. Die fehlenden dynamischen Möglichkeiten der Sackpfeife fordern dem Sänger eine andere Stimmführung ab und verleihen den Liedern einen besonderen Charakter.

Hümmelchen und Dudey, wie Michael Praetorius sie 1619 beschreibt, sind Instrumente der ausgehenden Renaissance und des frühen Barock. Sicher wurden sie auch vorher und eine Weile danach gespielt. Aus unserer heutigen Sicht ist es interessant zu erleben wie der leise Sackpfeifenklang, von kräftigem Bordun gestützt, zu Musik paßt, die aus Zeiten stammt, in denen diese Instrumente noch nicht bekannt waren oder nicht mehr gespielt wurden.

Die vorgelegte Sammlung ist beim Musizieren entstanden. Beginnend mit dem hohen Mittelalter folgen Lieder bis hin zur Blütezeit unserer Dudelsäcke. Die Mehrstimmigkeit stammt teilweise aus der Entstehungsphase der Lieder. Oft aber wurde zu einer Melodie beim Singen und Spielen eine eigene Begleitung entwickelt. Immer ist die Instrumentalstimme von Ambitus, Tonart und Chromatik her so gehalten, daß sie mit Hümmelchen und Dudey ausgeführt werden kann, also auch mit Gemshorn oder Cornamuse. Bei jedem Lied steht oben links der geeignete Bordunton.

Am Anfang stehen drei Lieder aus der Carmina Burana(CB). Zu dieser Handschrift ist das Buch gleichen Titels von René Clementchik eine fundierte und leichtzugängliche Quelle. Text und Melodie von Neidharts „Meie, din“ finden sich bei: E. Weißner und H. Fischer; Die Lieder Neidharts; Tübingen, 1984. Für die Lieder des Oswald von Wolkenstein sei auf Veröffentlichungen von Anton Schwob, Dieter Kühn, Klaus J. Schönmetzler und Marc Lewon hingewiesen.

Selbstverständlich können diese Begleitstimmen auch von Blockflöte, Geige oder einem anderen Melodieinstrument übernommen werden. Und – entsprechend alter Tradition – mögen sich die Musiker frei fühlen mit dem Material umzugehen. Melodien können gespielt und Begleitstimmen gesungen werden. Rein instrumentale Versionen sind genau so denkbar wie Acapellavortrag. Vorher notierte oder improvisierte Vor- und Zwischenspiele können bereichernd sein.

Mein Dank gilt Elke Rieth fürs geduldige Probieren und gemeinsame Musizieren, Vito Susca für die Textübertragung von „Sia laudato“, Georg Bildstein für das Titelbild und Sigrun Karle für das Korrektur lesen.

Februar 2019
Hermann Rieth

Inhalt

  1. Domino
  2. Ave nobilis
  3. Michi confer
  4. C’est la
  5. Virent prata
  6. Loybere risen
  7. Sia
  8. Estampie Nun will der Lenz
  9. Nun will der Lenz Lied
  10. Meie, din
  11. Wol auff, wir wellen
  12. Ach, sehnliches Leiden
  13. Ich spür ain tyer
  14. Ich far dohin
  15. Ich far dohin
  16. Der walt hat sich entlawbet
  17. Mein freud
  18. Herzlich tut mich erfreuen
  19. Nun ruhen alle Wälder

Autor:in

Hermann Rieth

hatte als Kind Blockflötenunterricht bei seiner Mutter. Später wurden Blockflötenunterricht und -spiel ein wesentlicher Ausgleich während des Studiums (Mathematik und Physik für das höhere Lehramt) und der Ausbildungszeit zum Handweber. Als Werklehrer setzte er diese Liebhaberei beim Musizieren mit Schülern fort. Mit dem Kennenlernen der Hümmelchen und Dudeys begann eine neue Intensivierung: Dudelsackspiel erlernen, Kurse besuchen und viel Musizieren. Bald begann er mit einem Freund die Organisation der Schwäbisch Haller Sackpfeifertage. Dabei entwickelte sich das Interesse für Frühe Musik, die Beschäftigung mit alten Drucken und Handschriften, und es entstand eine umfangreiche Sammlung mit Stücken für Hümmelchen und Dudey.